Oft merkt man schon beim ersten Trailer, dass ein Film nicht laut sein muss, um da aufzufallen. Outcome hat bei mir genau dieses Gefühl ausgelöst. Keine plumpe Großgeste, kein hektisches Übertreiben, eher dieses leicht verschobene Hollywood, in dem alle schön geschniegelt wirken und trotzdem irgendwas nicht stimmt. Heute auf Youtube auf der For You seite gesehen und sofort interessiert gewesen.
Keanu Reeves spielt hier einen Star, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, durch ein mysteriöses Video, durch Erpressung, durch die peinliche Erkenntnis, dass man vielleicht mehr Menschen verletzt hat, als man sich selber eingestehen will. Das ist mal keine sooo schlechte Idee. Nicht nur, weil sie schräg ist, sondern weil sie unter der Oberfläche fast traurig wirkt.
Ich mochte sofort, wie easy der Film trotzdem rüberkommt. Cameron Diaz hat diese entspannte Präsenz, Matt Bomer schaut endlich wieder nach einer Rolle aus, die ihm richtig steht, und Jonah Hill hat mich komplett irritiert. Im besten bzw positiven Sinn. Er sieht so anders aus, dass ich zweimal hinsehen musste. Bzw, um ehrlich zu sein, hab ich ihn beim ersten Ansehen des Trailer gar nicht erkannt und erst beim Recherchieren zum Film. Glatze, silberner Bart, völlig neue Energie. Fast ein bissl unheimlich, aber spannend.
Und vielleicht ist genau das der Punkt, der mich an Outcome hängen lässt. Der Film wirkt wie eine Komödie, die verstanden hat, dass Image oft nur ein dünner Lack ist. Darunter wird’s schnell unordentlich. Gerade heute, wo eh jeder dauernd beobachtet werden will und gleichzeitig Angst davor hat, fühlt sich das erstaunlich nah an.
Ich glaub, das könnte so ein Film werden, den man zuerst locker einschätzt und der einem dann doch länger im Kopf bleibt. Wär schön, ehrlich. Hier der Trailer auf der Apple Seite.