Aber im positivsten Sinne. Haha! Ich dachte, ich schau einfach eine Folge. Eine einzige. Dann ist das Wochenende eh schon vorbei, dachte ich. Aber Succession hat mich verschlungen und was ich dann am Sonntagabend erlebt hab, hat mich ehrlich gesagt ziemlich aus der Bahn geworfen. Was für ein Ding diese Serie. Wow!
Man erwartet bei so einem Serienfinale ja gewisse Dinge. Ein bisschen Pathos, eine clevere Wendung, vielleicht sogar ein kleines Happy End, damit man halbwegs ruhig schlafen kann. Aber Succession? Hat das alles genommen, zerrissen, drauf gespuckt und mir dann auf dem Silbertablett serviert. Und es war brillant.
Was Hakeem Pierstorff in seinem Video dazu sagt, bringt’s auf den Punkt. Dieses Finale ist kein Fan-Service, kein „Lasst uns Kendall endlich gewinnen“-Moment. Es ist kalt, brutal und menschlich. Denn am Ende sind diese Figuren nicht dazu gemacht, zu gewinnen. Sie sind gemacht, um zu scheitern.
Shivs Entscheidung, Tom zu unterstützen, hat mir fast körperlich wehgetan. Nicht, weil’s unlogisch war, im Gegenteil. Es war so schmerzhaft konsequent, so klar gezeichnet über vier Staffeln hinweg. Jeder Moment, jede Wunde, jede Machtverschiebung hat dorthin geführt.
Und Kendall? Der Moment, wo er sagt, dass er sterben könnte, wenn er’s nicht wird… Ich hab den Atem angehalten. Das war kein Schauspiel mehr, das war rohe, ungefilterte Verzweiflung. Jeremy Strong hat da etwas geleistet, das ich so schnell nicht vergessen werde.
Es tut weh, aber auf diese besondere, gute Art. Wie eine Geschichte, die dir zeigt, was Menschen wirklich sind, wenn man sie bis auf den Kern freilegt.
„These are not serious people.“
Logan hatte recht. Und genau deshalb war dieses Ende so perfekt.