Ich geb’s zu. Ich hab bei Chuck Norris immer irgendwie geglaubt, dass er außerhalb normaler Regeln existiert. Nicht wirklich unsterblich natürlich, aber halt so nah dran, wie es in der Popkultur eben so geht. Aber ja, am Ende hat sich der Tod doch getraut, ihm zu sagen, dass er zu gehen hat.
Darum hat mich sein Tod mit 86 so unerwartet getroffen. Noch trauriger wurde es für mich durch das Statement seiner Familie auf Instagram. Darin stand: „he was surrounded by his family and was at peace.“ Dieser eine Satz ist ruhig, fast zärtlich und genau deshalb geht er so tief. Plötzlich bleibt von der riesigen Legende nicht nur der Kämpfer, nicht nur der Actionstar, sondern vor allem ein Mensch.
Und was mich besonders fertig gemacht hat. Vor nicht einmal zwei Wochen hat er noch ein Video gepostet, in dem er zeigt, dass er noch immer in Topform ist. Das hatte fast etwas trotziges, ja schon etwas schönes. So als wollte er allen sagen. Hey, ich bin noch da. Ich schaff das schon. Aber umso schwerer ist jetzt dieser Abschied.
Bruce Lee, Walker, Texas Ranger, die ganzen Sprüche, all das bleibt sowieso. Aber heute denk ich vor allem. Mach’s gut, Chuck. Und thx für alles. Echt jetzt.